Was ist ein Blackout - Ursachen, Folgen & Vorbereitung

Lisa Körrer

Zuletzt aktualisiert am:  Jun 2026

Testbild

Was ist ein Blackout und was passiert, wenn es dazu kommt?   

Ein Blackout ist kein kurzes technisches Problem, sondern eine Belastungsprobe für die gesamte Infrastruktur. Wer vorbereitet ist, schützt sich und seine Familie effektiv vor den Folgen. Wir erklären Ihnen in folgendem Artikel, was ein Blackout bedeutet, wie er entsteht, welche Folgen er hat und was Sie konkret tun können, um gut vorbereitet zu sein.

 Die wichtigsten Fakten zu Blackout auf einen Blick:

  •  Definition: Ein Blackout ist ein überregionaler, unkontrollierter Totalausfall des Stromnetzes.
  • Vorsorge-Ziel: Sie sollten für mindestens 72 Stunden (besser 14 Tage) autark leben können.
  • Verhalten im Ernstfall: Ruhe bewahren, Radio einschalten (Kurbel/Batterie), Geräte vom Netz trennen.
  • Krisenvorsorge-Kern: Vorrat an Wasser (2Liter/Tag), haltbare Lebensmittel, Bargeld, Benzin und Lichtquellen sichern. 

Was ist ein Blackout? 

Ein Blackout bezeichnet den großflächigen, überregionalen Zusammenbruch der Stromversorgung. Im Gegensatz zu einem lokalen Stromausfall, der vielleicht eine Straße oder einen Stadtteil betrifft, erstreckt sich ein Blackout über ganze Regionen, Länder oder sogar Teile eines Kontinents. Er entsteht nicht durch einen einzelnen defekten Sicherungskasten, sondern durch einen Zusammenbruch im übergeordneten Versorgungsnetz. In diesem Moment fallen Heizung, Mobilfunk, Wasserversorgung und die gesamte Logistik zeitgleich aus.

 Blackout vs. Stromausfall – wo liegen die Unterschiede? 

Nicht jeder Stromausfall ist ein Blackout. Der entscheidende Unterschied liegt im Ausmaß und in der Ursache:

  • Lokaler Stromausfall: Betrifft eine begrenzte Region, meist durch technische Defekte wie einen Kabelbrand oder einen umgestürzten Strommast. Er wird in der Regel innerhalb von wenigen Stunden behoben.
  • Blackout: Ein unkontrollierter, großflächiger Zusammenbruch des Stromnetzes. Er betrifft große Teile der Infrastruktur gleichzeitig und erfordert ein komplexes, systematisches Hochfahren des gesamten Netzes.

Der Unterschied ist also nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ: Während ein Stromausfall lokal begrenzt bleibt, betrifft ein Blackout das gesamte System.

Was sind die Ursachen eines Blackouts? 

Ein Blackout ist selten das Ergebnis einer einzigen Ursache. Meistens handelt es sich um ein Zusammentreffen mehrerer unglücklicher Umstände. Ein Fehler führt zum nächsten, bis das Gesamtsystem zusammenbricht.

  • Ungleichgewicht im Stromnetz: Stromerzeugung und -verbrauch müssen jederzeit im Gleichgewicht sein. Abweichungen können zu Instabilität führen.
  • Technisches Versagen: Defekte an Leitungen, Umspannwerken oder Schaltanlagen können als Auslöser dienen, wenn das Netz gleichzeitig unter hoher Last steht.
  • Cyberangriffe: Gezielte Attacken auf kritische Infrastruktur sind ein wachsendes Risiko, das Behörden und Netzbetreiber ernst nehmen und dem sie mit entsprechenden Schutzmaßnahmen begegnen.
  • Menschliches Versagen: Fehlbedienungen oder falsche Schalthandlungen können Kettenreaktionen auslösen.

Beispiel: Der Blackout auf der Iberischen Halbinsel im April 2025

Ein aktuelles Beispiel zeigt, wie solche Kettenreaktionen entstehen: Am 28. April 2025 kam es auf der Iberischen Halbinsel zu einem großflächigen Stromausfall.

Starke Spannungsschwankungen im Übertragungsnetz führten zu einer Kaskade automatischer Abschaltungen von Kraftwerken. Innerhalb weniger Sekunden wurde das Stromsystem instabil und brach zusammen. Millionen Menschen in Spanien und Portugal waren betroffen, bevor die Versorgung schrittweise wiederhergestellt werden konnte.

Wie schützt das europäische Verbundsystem vor dem Kollaps? 

Das europäische Verbundsystem ist eines der größten zusammenhängenden Stromnetze der Welt. Es verbindet die nationalen Stromnetze von mehr als 30 europäischen Ländern (darunter Österreich) miteinander und ermöglicht dadurch den grenzüberschreitenden Austausch elektrischer Energie. Kraftwerke, Übertragungsnetzbetreiber und Umspannwerke arbeiten dabei synchron mit einer Netzfrequenz von 50 Hertz. 

Durch diese enge Vernetzung kann Strom flexibel zwischen verschiedenen Regionen transportiert werden, was die Versorgungssicherheit erhöht und Schwankungen bei Erzeugung und Verbrauch ausgleicht.

Mehrere Mechanismen schützen das Stromnetz effektiv vor einem Kollaps: 

  • Automatische Sicherheitsmaßnahmen: Sofortiger Lastabwurf oder gezielte Netztrennungen stabilisieren beispielsweise das Netz bei kritischen Frequenzabfällen.
  • Reservekraftwerke springen kurzfristig ein, um Engpässe auszugleichen.
  • Koordination der Netzbetreiber über die ENTSO-E (European Network of Transmission System Operators for Electricity). 

Wie trägt Österreich zur Stabilität des Stromnetzes bei? 

Österreich stärkt das gesamte Verbundsystem durch eine besonders krisenfeste Energieinfrastruktur

  • Leistungsfähiges Übertragungsnetz
  • Hoher Anteil an Wasserkraft
  • Pumpenspeicherkraftwerke zur schnellen Stabilisierung

 Einige Kraftwerke – etwa in Simmering und Donaustadt – sind zudem schwarzstartfähig. Das bedeutet, dass sie lokal und unabhängig vom allgemeinen Stromnetz hochgefahren werden können.

Was für Auswirkungen kann ein Blackout haben? 

Die Auswirkungen eines Blackouts skalieren mit seiner Dauer. Während die ersten Stunden für die meisten Menschen noch gut handelbar sind, entstehen bei längerem Ausfall ernstere Versorgungsengpässe.

Was passiert in den ersten Stunden?  

In den ersten Stunden nach einem Blackout bemerken die meisten Menschen zunächst den Ausfall vertrauter Geräte: Das Licht geht aus, der Router ist tot, das Mobilfunknetz wird überlastet oder fällt aus. Elektrisch betriebene Heizungen und Klimaanlagen stellen den Betrieb ein.

Kritische Einrichtungen wie Krankenhäuser, Rechenzentren und Kläranlagen schalten auf Notstromaggregate um – diese sind aber für den Kurzzeitbetrieb ausgelegt. Der Straßenverkehr gerät ins Stocken, weil Ampeln ausfallen. Supermärkte können keine Zahlungen verarbeiten, Tankstellen kein Benzin pumpen.

Für den überwiegenden Teil der Bevölkerung ist diese Phase vor allem unbequem – aber handhabbar, wenn ein paar grundlegende Vorbereitungen getroffen wurden.

Was passiert nach 24, 48, 72 Stunden? 

Nach 24 Stunden beginnen die ernsthafteren Herausforderungen: Notstromaggregate benötigen Nachschub, Kühlketten für Lebensmittel und Medikamente sind gefährdet, und die Wasserversorgung kann in manchen Regionen eingeschränkt sein, da Pumpen elektrisch betrieben werden.

Nach 48 bis 72 Stunden würden Behörden aktiv in die Versorgung eingreifen: Notfallstationen werden eingerichtet, kritische Infrastruktur priorisiert versorgt, Informationen über Radiosender verbreitet. 

Was tun bei Blackout? So verhalten Sie sich richtig

Im Falle eines Blackouts ist Ruhe die wichtigste Ressource. Wer vorbereitet ist, muss nicht in Panik geraten. Die folgenden Verhaltensregeln helfen Ihnen, die Situation sicher zu überbrücken:

  • Informationen sammeln: Schalten Sie ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio ein. Der ORF sendet im Notfall auch ohne Stromnetz weiter und gibt offizielle Lagemeldungen heraus.
  • Geräte vom Netz trennen: Ziehen Sie nicht benötigte Geräte aus der Steckdose – beim Wiederanlaufen können Spannungsstöße Elektronik beschädigen.
  • Kühlschrank geschlossen halten: Ein gut gefüllter Kühlschrank hält bei geschlossener Tür bis zu vier Stunden die Temperatur, ein Tiefkühlgerät bis zu 48 Stunden.
  • Akku schonen: Schalten Sie Ihr Smartphone in den Flugmodus, um den Akku für wirkliche Notfälle zu reservieren.
  • Nachbarn unterstützen: Überprüfen Sie, ob ältere oder auf medizinische Geräte angewiesene Nachbarn Hilfe brauchen.
  • Notstromgeneratoren nur im Freien betreiben: Niemals in Innenräumen – die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung ist hoch.

 Auf den Blackout vorbereiten: Die Checkliste für den Ernstfall 

 Wasser & Lebensmittel 

  • Mindestens 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag
  • Haltbare Lebensmittel: Konserven, Trockenwaren, Nüsse, Energieriegel
  • Campingkocher oder Gaskocher mit ausreichend Gaspatronen
  • Dosenöffner und manuelles Küchenwerkzeug 

Kommunikation & Information 

  • Batterie- oder Kurbelradio (empfehlenswert: mit DAB+ und UKW)
  • Powerbank (vollgeladen aufbewahren und regelmäßig nachladen)
  • Wichtige Notfallnummern auf Papier – nicht nur im Handy gespeichert 

Licht & Wärme 

  • Taschenlampen mit Reservebatterien oder LED-Stirnlampen
  • Kerzen und Feuerzeug (mit Bedacht verwenden)
  • Warme Decken und Schlafsäcke, besonders im Winter 

Gesundheit & Dokumente

  • Hausapotheke: Schmerzmittel, Verbandsmaterial, persönliche Medikamente für mindestens eine Woche
  • Kopien wichtiger Dokumente in einer wasserdichten Hülle: Reisepass, Versicherungskarte, Medikamentenliste
  • Bargeld in kleinen Scheinen – Kartenlesegeräte funktionieren ohne Strom nicht

Ein Blackout ist ein seltenes, aber mögliches Ereignis. Wer vorbereitet ist, kann solche Situationen ruhig und sicher bewältigen. Wer einen kleinen Notvorrat hat, ein Kurbelradio besitzt und weiß, wo die nächste kommunale Anlaufstelle ist, ist bereits gut aufgestellt. Das europäische Stromnetz tut mit seinen robusten Sicherungsmechanismen das Übrige, um sicherzustellen, dass ein solcher Ernstfall so selten und so kurz wie möglich bleibt.

 

FAQs zu Blackout 

 

Was passiert bei einem Blackout? 

Bei einem Blackout fällt die Stromversorgung großflächig aus und weder Licht, Heizung noch Wasserpumpen funktionieren. Auch Mobilfunknetze, Geldautomaten und Ampelanlagen fallen aus.

 

Was ist ein Blackout leicht erklärt? 

Ein Blackout ist ein großflächiger, länger anhaltender Stromausfall, bei dem das gesamte Netz neu gestartet werden muss.

 

Was sollte man zu Hause haben bei einem Blackout? 

Wichtig sind ein Kurbel- oder Batterieradio für Informationen sowie alternative Lichtquellen wie Taschenlampen und Kerzen. Zudem solltest du einen Gaskocher, ausreichend Batterien, eine gut gefüllte Hausapotheke und genügend Bargeld in kleinen Scheinen griffbereit haben.

 

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts in Österreich?

Ein Blackout gilt als unwahrscheinliches, aber mögliches Szenario. Während das heimische Stromnetz technisch hervorragend abgesichert ist, machen unvorhersehbare Risiken wie Cyberattacken oder Extremwetter eine private Krisenvorsorge dennoch ratsam.

 

Wie viel Lebensmittelvorrat sollte man haben?  

Zivilschutzverbände empfehlen einen Vorrat an Wasser und Lebensmitteln für mindestens 10 bis 14 Tagen. Dabei sollte man auf Produkte setzen, die lange haltbar sind und auch ohne Kühlung oder langes Kochen verzehrt werden können (z. B. Konserven, Nüsse, Trockenfrüchte).

 

Wie lange dauert ein Blackout?  

Die reine Unterbrechung der Stromversorgung dauert meist zwischen einigen Stunden und wenigen Tagen, bis das Netz wieder stabil ist. Es kann jedoch deutlich länger dauern – bis zu einer Woche oder mehr – bis die gesamte Infrastruktur und die Warenversorgung wieder normal funktionieren.

FAQ

Auf unserer Webseite kannst du schnell und unkompliziert sowohl Strom als auch Erdgas bestellen. Gib einfach deine Postleitzahl und deinen Strom- und/oder Gasverbrauch in unseren Tarifrechner ein, und schon erhältst du unsere Tarife zur Auswahl. Entscheidest du dich für einen Tarif, füllst du deine Daten (Name, Anschrift, Daten zur Lieferstelle, Bankverbindung etc.) in unserem Onlineformular aus und wählst die Checkbox „Lieferantenwechsel“. Nach dem Absenden der Bestellung erhältst du eine Bestellbestätigung per E-Mail.

Solltest du eine persönliche Beratung wünschen, stehen wir dir von Montag bis Freitag von 08:00 bis 17:00 Uhr unter der österreichweit kostenlosen Service-Hotline 0800 203 204 gerne zur Verfügung.

Zusätzlich empfehlen wir dir, deinem Netzbetreiber den Zählerstand bekannt zu geben. Beachte auch, dass eine mögliche Bindung bei deinem Vorversorger den Wechsel zu goldgas verzögern kann.

Die Kündigung des Vertrages bei deinem bisherigen Anbieter übernimmt goldgas für dich. Solltest du jedoch bereits vor der Antragsstellung selbst bei deinem Versorger gekündigt haben, informiere uns bitte unverzüglich, da es sonst zur Unterbrechung der Energieversorgung kommen kann.

Dein Wechsel zu goldgas dauert vom Auftrag bis zur Belieferung rund drei Wochen. Bindungs- und Kündigungsfristen bei deinem aktuellen Versorger haben jedoch Einfluss auf den Zeitpunkt des Wechsels. Wenn bei deinem aktuellen Versorger noch eine Bindung besteht, kann der Wechsel erst nach Ablauf der Bindungsfrist erfolgen.

Grundsätzlich nein! Damit es zu keiner Unterbrechung kommt, bitten wir dich jedoch, Folgendes zu beachten:

Die Kündigung deines Vertrages beim Vorversorger übernimmt goldgas für dich. Solltest du dennoch deinen Vertrag beim aktuellen Versorger bereits gekündigt haben, ist eine sofortige Meldung an goldgas notwendig, um eine unterbrechungsfreie Versorgung an Energie gewährleisten zu können. Während des Wechselprozesses wirst du weiter von deinem bisherigen Versorger beliefert.

Wir empfehlen dir auch, die Zählerstände mit Stichtag des Wechsels abzulesen und an deinen Netzbetreiber zu übermitteln.

KONTAKT

Wir beraten dich persönlich

Local Captcha image

Hier  finden Sie alles zur Verarbeitung Ihrer Daten.

Kostenlose Service-Hotline

Bei Fragen zu den goldgas Tarifen, zum Energieanbieter-Wechsel oder deinem Vertrag stehen dir unsere Mitarbeiter:innen unter der kostenlosen Service-Hotline werktags von 08:00 bis 17:00 Uhr zur Verfügung.

Ungeduldig? Kein Problem! Hier gibt’s die wichtigsten Infos auf einen Blick.