Gasleck & Gasgeruch erkennen: Richtig handeln im Ernstfall

Lisa Körrer

Zuletzt aktualisiert am:  Aug 2026

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 Gasleck – Gasgeruch erkennen & richtig handeln

Ein Gasleck kommt generell sehr selten vor. Doch wenn es passiert, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und besonnen zu agieren. Mit den Informationen, die sie hier finden, werden Sie lernen, Situation sicher einzuschätzen und rasch die richtigen Schritte einzuleiten.

Die wichtigsten Fakten zu Gasleck auf einen Blick: 

  • Gasgeruch erkennen: Erdgas riecht dank beigefügter Duftstoffe intensiv nach Schwefel (faulen Eiern) oder Chemie.
  • Die Ursachen: Verschleiß an Gasschläuchen, defekte Ventile oder fehlende Thermenwartung sind die Hauptauslöser.
  • Sofort-Verhalten: Bei Gasgeruch kein offenes Feuer nutzen, keine elektrischen Schalter bedienen, Fenster öffnen und das Gebäude verlassen.
  • Feuerwehr rufen

 

Wie kann man Gasgeruch erkennen? 

Reines Erdgas ist von Natur aus farb- und geruchlos. Zu Ihrer Sicherheit wird dem Gas ein markanten Warnstoff beigemischt. Dieser Prozess wird Odorierung genannt und wird üblicherweise im Gasnetz beziehungsweise an Übergabestationen des Gasverteilnetzes durchgeführt. Der Warnstoff riecht intensiv nach verfaulten Eiern (Schwefel) oder stechend chemisch wie Klebstoff und Reinigungsmittel. Ein unbemerkter Gasaustritt wird so nahezu unmöglich.

Neben dem Geruch können weitere Anzeichen auf ein Gasleck hinweisen: ein zischendes oder pfeifendes Geräusch nahe einer Gasleitung, ungewöhnlich hoher Gasverbrauch ohne erkennbaren Grund oder Flammen, die sich beim Gasherd unregelmäßig verhalten. Auch Pflanzen oder Gras, die im Außenbereich ohne ersichtliche Ursache absterben, können auf ein unterirdisches Leck hinweisen.

 

Ein Gasmelder als zusätzliche Absicherung 

Ein moderner Gasmelder überwacht die Raumluft rund um die Uhr elektronisch. Das Gerät schlägt lautstark Alarm, bevor eine gefährliche Gaskonzentration erreicht ist – ideal für die Absicherung im Schlaf. Installieren Sie die Melder direkt in Räumen mit Gasgeräten wie der Küche oder dem Heizungskeller.

 

Was sind die häufigsten Ursachen für ein Gasleck? 

Verschleiß und vernachlässigte Wartung führen im Haushalt am häufigsten zu einem Gasleck. Gasschläuche und Verbindungsstücke altern, werden porös oder bekommen feine Risse. Das Risiko steigt, wenn Laien Gasgeräte ohne zertifizierte Fachbetriebe anschließen.

 

Ein weiterer kritischer Punkt sind defekte Bauteile an Altgeräten, wie etwa ein blockiertes Gasventil. Schützen Sie sich proaktiv durch eine regelmäßige und fachgerechte Thermenwartung , um Defekte frühzeitig zu erkennen.

 

Checkliste: Was tun bei Gasgeruch?

Wenn Sie Gasgeruch wahrnehmen, ist ruhiges und gezieltes Vorgehen entscheidend. Arbeiten Sie diese Schritte der Reihe nach ab:

 

1.    Ruhe bewahren: Atmen Sie ruhig und handeln Sie besonnen – die folgenden Schritte schützen Sie zuverlässig.

2.    Offenes Feuer löschen: Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeuge – löschen Sie alle offenen Flammen sofort und vorsichtig. Keine neuen Zündquellen schaffen.

3.    Frischluft zuführen: Öffnen Sie alle Fenster und Türen so weit wie möglich. Je mehr Frischluft in den Raum gelangt, desto schneller sinkt die Gaskonzentration auf ein ungefährliches Niveau.

4.    Gashahn schließen: Drehen Sie den Gashahn – meist hinter dem betroffenen Gerät oder am Gaszähler – zu. Das unterbricht die Gaszufuhr und stoppt im Idealfall die weitere Ansammlung.

5.    Elektronik meiden: Betätigen Sie keinerlei Lichtschalter, Steckdosen oder andere Elektrogeräte. Selbst ein winziger Funke kann ausreichen, um Gasgemische zu entzünden.

6.    Die Feuerwehr anrufen: Verlassen Sie das Gebäude und rufen Sie danach die Feuerwehr (122) an. Geben Sie Ihren Standort und die Situation klar durch. Warten Sie draußen auf die Einsatzkräfte.

 

Warum ist ein Gasleck im Gebäude so gefährlich? 

 

Erdgas ist leichter als Luft und steigt in geschlossenen Räumen rasch auf. Sammelt sich eine ausreichende Menge Gas unter der Decke an, entsteht ein explosionsfähiges Gemisch – und schon ein kleiner Funke, sei es durch einen Lichtschalter, eine Klingel oder sogar eine statische Entladung, kann zur Zündung führen.

 

Darüber hinaus verdrängt Gas bei hohen Konzentrationen den Sauerstoff in der Raumluft. Das kann zu Schwindel, Übelkeit und in extremen Fällen zur Bewusstlosigkeit führen – selbst ohne offene Flamme. Besonders in schlecht belüfteten Räumen wie Kellern oder Abstellkammern steigt die Gefahr rasch an.

 

 

Fazit: Bei Gasleck Ruhe bewahren und rasch handeln 

 

Ein Gasleck birgt reale Risiken in sich, aber mit dem richtigen Wissen sind Sie gut vorbereitet. Flammen löschen, lüften, Gaszufuhr unterbrechen und sofort das Gebäude verlassen – wenn Sie diese Schritte kennen und im Ernstfall klar und besonnen handeln können, schützen Sie sich selbst und andere zuverlässig.

 

 

FAQs zu Gasleck 

 

Wie bemerkt man Gaslecks? 

Man bemerkt ein Gasleck meist am penetranten Geruch nach faulen Eiern, da dem Erdgas ein auffälliger Warnstoff beigemischt wird. Zudem können zischende Geräusche an Leitungen oder Rußspuren an Gasgeräten ein Hinweis sein. Im Freien deuten manchmal absterbende Pflanzen oder Blasenbildung in Pfützen auf ein Leck hin.

 

Was tun bei einem Gasleck? 

Verlassen Sie sofort das Gebäude und warnen Sie andere Bewohner, ohne dabei elektrische Klingeln zu benutzen. Schalten Sie keinesfalls Lichtschalter oder elektrische Geräte ein, da akute Funkengefahr besteht. Öffnen Sie die Fenster, drehen Sie den Hauptgashahn ab (falls gefahrlos möglich) und rufen Sie erst von draußen den Notruf an.

 

Was sind die Ursachen für Gaslecks? 

Häufige Ursachen sind Materialverschleiß, Alterung und Korrosion von Leitungen oder Dichtungen. Auch die mangelnde Wartung von Gasthermen sowie unprofessionelle Heimwerkerarbeiten können zu Undichtigkeiten führen. Manchmal sind auch mechanische Beschädigungen bei Bauarbeiten der Auslöser.

 

Wer zahlt bei Gasleck?  

Für Schäden und Gasverlust bis zum Hauptabsperrhahn des Hauses kommt der Netzbetreiber auf. Hinter dieser Absperreinrichtung (also innerhalb des Gebäudes) trägt der Immobilieneigentümer die Kosten für die Reparatur. Mieter haften in der Regel nur dann, wenn sie den Schaden nachweislich selbst verschuldet haben.

 

Wen ruft man bei einem Gasleck an? 

Wählen Sie bei Gasgeruch im Haus sofort den Notruf der Feuerwehr unter 112. Wichtig: Telefonieren Sie wegen der Funkengefahr immer erst außerhalb des betroffenen Gebäudes!

 

Ist leichter Gasgeruch gefährlich? 

Ja, auch ein leichter Gasgeruch ist potenziell gefährlich und darf niemals ignoriert werden. Da dem Gas starke Geruchsstoffe beigemischt sind, schlägt die Nase schon bei geringsten, noch ungiftigen Konzentrationen an. Dennoch gilt: Sofort auf Nummer sicher gehen, das Haus verlassen und die Feuerwehr rufen.

 

 

FAQ

Auf unserer Webseite kannst du schnell und unkompliziert sowohl Strom als auch Erdgas bestellen. Gib einfach deine Postleitzahl und deinen Strom- und/oder Gasverbrauch in unseren Tarifrechner ein, und schon erhältst du unsere Tarife zur Auswahl. Entscheidest du dich für einen Tarif, füllst du deine Daten (Name, Anschrift, Daten zur Lieferstelle, Bankverbindung etc.) in unserem Onlineformular aus und wählst die Checkbox „Lieferantenwechsel“. Nach dem Absenden der Bestellung erhältst du eine Bestellbestätigung per E-Mail.

Solltest du eine persönliche Beratung wünschen, stehen wir dir von Montag bis Freitag von 08:00 bis 17:00 Uhr unter der österreichweit kostenlosen Service-Hotline 0800 203 204 gerne zur Verfügung.

Zusätzlich empfehlen wir dir, deinem Netzbetreiber den Zählerstand bekannt zu geben. Beachte auch, dass eine mögliche Bindung bei deinem Vorversorger den Wechsel zu goldgas verzögern kann.

Die Kündigung des Vertrages bei deinem bisherigen Anbieter übernimmt goldgas für dich. Solltest du jedoch bereits vor der Antragsstellung selbst bei deinem Versorger gekündigt haben, informiere uns bitte unverzüglich, da es sonst zur Unterbrechung der Energieversorgung kommen kann.

Dein Wechsel zu goldgas dauert vom Auftrag bis zur Belieferung rund drei Wochen. Bindungs- und Kündigungsfristen bei deinem aktuellen Versorger haben jedoch Einfluss auf den Zeitpunkt des Wechsels. Wenn bei deinem aktuellen Versorger noch eine Bindung besteht, kann der Wechsel erst nach Ablauf der Bindungsfrist erfolgen.

Grundsätzlich nein! Damit es zu keiner Unterbrechung kommt, bitten wir dich jedoch, Folgendes zu beachten:

Die Kündigung deines Vertrages beim Vorversorger übernimmt goldgas für dich. Solltest du dennoch deinen Vertrag beim aktuellen Versorger bereits gekündigt haben, ist eine sofortige Meldung an goldgas notwendig, um eine unterbrechungsfreie Versorgung an Energie gewährleisten zu können. Während des Wechselprozesses wirst du weiter von deinem bisherigen Versorger beliefert.

Wir empfehlen dir auch, die Zählerstände mit Stichtag des Wechsels abzulesen und an deinen Netzbetreiber zu übermitteln.